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Instrumentennavigation

Du hast bestimmt schon Flugzeuge bei schlechter Sicht starten und landen gesehen und dich gewundert, wie man eine Landebahn findet, die man nicht sehen kann?

Bevor GPS weit verbreitet war, haben Piloten mit eingebauten Funkempfängern Signale von Bodenstationen empfangen, um die Position des Flugzeugs zu bestimmen. Diese Geräte können sehr präzise sein, weshalb sie auch heute noch genutzt werden. Eines dieser System ist das Instrumenten-Lande-System (ILS), welches wir unten beschreiben. Mit dem Aerofly FS 2 ist es selbstverständlich möglich dieses Anflugverfahren zu üben.

ILS Anflug

Manche Landebahnen sind mit einem Instrumenten-Lande-System (ILS) ausgestattet, welches elektromagnetische Signale aussendet, die an Bord empfangen werden können. Das ILS Signal hat zwei Komponenten:

  • Localizer (LOC) für die laterale Ausrichtung des Anflugpfades
  • Glide Slope (GS) für die vertikale Führung.

Die Auswahl einer ILS Station wird durch einwählen der richtigen Funkfrequenz erreicht und es wird zusätzlich der Anflugkurs gewählt. Das Flugzeug wird nun in die Richtung der Landebahn geflogen bis der Leitstrahl aufgenommen werden kann. Dann fliegt das Flugzeug dem Leitstrahl des ILS nach, bis zur Schwelle der Landebahn. Manche Flugzeuge, wie der Airbus A320 oder die Boeing 747 können sogar mit dem Autopilot selbstständig abfangen und aufsetzen.

Für unser Beispiel wählen wir die Cessna 172 und die Landebahn 10R in Monterey Regional in Kalifornien. Monterey liegt etwa 100 Meilen südlich von San Francisco. Die Frequenz für das ILS ist 110.7 MHz und der Anflugkurs ist 098°.

Standby-Frequenz eingeben

Durch Drehen des kleinen und großen Frequenzknopfes am NAV1 Radioempfänger wird die ILS Frequenz eingegeben.

Für das Monterey ILS 10R geben wir 110.7 ein.

Frequenz aktiv schalten

Durch Drücken des Buttons mit den Pfeilen <-> auf dem NAV1 Gerät wird die aktive und passive Frequenz getauscht, sodass unsere eingegebene Frequenz jetzt aktiv wird. Wenn wir in Reichweite des Senders sind werden die Nadeln im Cockpit sich bewegen.

Anflugkurs wählen

Drehe den NAV1 Kursknopf, um den Anflugkurs des ILS einzustellen.

In Monterey benötigen wir 098°.

Course Deviation Indicator (CDI)

Mit eingestellter NAV1 Frequenz und gewähltem Anflugkurs zeigt die Nadel des Course Deviation Indicator (CDI) (übersetzt Kurs-Abweichungs-Anzeiger) nun die Ablage vom gewünschten Anflugprofil an.

Localizer Ablage

Die vertikale Nadel kann sich nach links und rechts bewegen und zeigt uns, ob wir uns auf dem lateralen Leitstrahl befinden oder nicht.

  • Wenn die Nadel, wie in dem Bild dargestellt, nach links ausgeschlagen ist, dann müssen wir in Richtung der Nadel korrigieren, also etwas nach links drehen, um die Nadel wieder einzufangen.
  • Wenn die Nadel nach rechts ausschläft, müssen wir entsprechend nach rechts korrigieren, um dem Leitstrahl zu folgen.

Wenn kein Signal empfangen wird von dem Gerät, dann wird eine “OFF”-Flagge dargestellt. Überprüfe die aktive Frequenz und dass Du nicht zu weit weg von der Station bist (etwa 20 NM).

Gleitpfad-Ablage

Die zweite Nadel bewegt sich auf und ab und zeigt uns die Ablage zum gewünschten Anflugwinkel. Normalerweise beträgt dieser etwa 3° zum Horizont.

  • Wenn die Nadel nach oben ausschlägt, dann ist der Gleitpfad über uns, wir müssen die Sinkrate reduzieren oder gar steigen.
  • Wenn die Nadel unterhalb der Mitte ist (wie in dem Bild gezeigt), dann sind wie zu hoch und müssen steiler sinken.

Nicht alle Localizer-Antennen sind verbunden mit einem Gleitpfadsender, in diesem Fall wird sich die Nadel nicht bewegen und eine “OFF”-Flagge wird gezeigt.

Übung macht den Meister

Diese Anflüge fordern eine Menge Übung und selbst Piloten mit einer Lizenz für Instrumentenflug müssen weiter Anflüge fliegen, um diese gefahrlos zu bei Nacht und Nebel zu bewältigen.

Im Aerofly FS 2 steht ihnen eine globale Navigationsdatenbank zur Verfügung und es stehen viele Flugzeuge fürs ILS-Training bereit. Mit der Cessna 172 oder der Beechcraft Baron B58 ist es möglich die Anflüge mit langsamer Geschwindigkeit auszuprobieren. Mit dem Airbus A320 oder der Boeing 747 kann man auch einfach mal nur zugucken und den Autopiloten landen lassen aber mit der alten 737 in der Nacht und im Nebel ist es eine echte Herausforderung die Landebahn zu treffen und es macht richtig viel Spaß.

Und falls es doch mal schief geht kann sich einfach wieder auf der Karte in den Anflug setzen und es sofort wiederholen.